Queen – „Bohemian Rhapsody“ (1975)

  • Queen – „Bohemian Rhapsody“ (1975)
    © Universal Music
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    © Unversal Music
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Die Song-Geschichte

Diese „königlich-böhmische Rhapsodie“ ist eine geniale Mischung: Am Anfang steht eine herzergreifende Ballade, gefolgt von einer exzentrischen Opernparodie, die schließlich in ein grandioses Rock-Finale mündet.

Ganz allein komponiert von Queen-Sänger Freddie Mercury, der 1946 als Farrokh Bulsara auf der Insel Sansibar im Indischen Ozean geboren wurde.

Als Freddie seinem Produzenten Roy Thomas Baker die erste Rohfassung vorspielt, bleibt Baker schlagartig die Luft weg. Am selben Klavier hatte sieben Jahre vorher bereits Paul McCartney den Beatles-Klassiker „Hey Jude“ aufgenommen. Die Studioaufnahmen zu „Bohemian Rhapsody“ ziehen sich über drei Wochen hin, weil Freddie immer wieder etwas ändern will.

Niemand glaubt im Herbst 1975 daran, dass das ein Hit werden könnte.

Mit knapp sechs Minuten ist „Bohemian Rhapsody“ doppelt so lang wie jede normale Pop-Single. Kein Radiosender wird so etwas in voller Länge spielen, befürchtet die Plattenfirma und will den Song in der Mitte kürzen. Um das zu verhindern schickt Mercury ein Demoband an den befreundeten Diskjockey Kenny Everett von Capitol Radio mit dem Hinweis, ihn aber keinesfalls zu spielen. Freddie hofft drauf, dass der Moderator sich nicht dranhält und behält recht: Everett spielt den Song an zwei Tagen gleich 14 Mal in seiner Show. Die Hörer sind begeistert und die Plattenfirma hat nun keine andere Wahl mehr, als diese Mini-Oper ungekürzt zu veröffentlichen.

Am 29. November steht die sechsminütige Mini-Oper erstmals auf Platz eins der britischen Charts und behauptet sich dort unfassbare neun Wochen am Stück. Jetzt müssten Queen den Song eigentlich im Fernsehen präsentieren, die Band ist aber bereits auf Welttournee. Als Ersatz schicken sie eine Videokassette, die sie vorher zu PR-Zwecken gedreht haben – das gilt als die Geburtsstunde des Musikvideos.

„Bohemian Rhapsody“ ist einer der innovativsten und atemberaubendsten Songs der Rock-Geschichte. Der endgültige Durchbruch für Queen. Nach Freddie Mercurys Tod am 24.11.1991 wird „Bohemian Rhapsody“ noch einmal veröffentlicht und klettert erneut auf Platz eins in England und hält sich dort geschlagene fünf Wochen. In den USA sorgt der Einsatz dieses Queen-Klassikers im Film Wayne’s World dafür, dass die Single sich dort 1992 besser verkauft als bei der Erstveröffentlichung.

„Bohemian Rhapsody“ ist ein Meilenstein der Rockmusik, der so perfekt produziert ist, dass es bis heute eigentlich keine einzige nennenswerte Coverversion gibt.

Zum Anhören:
„Bohemian Rhapsody“

Ulli Wenger

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Posted by LINEA FUTURA

1 Comment

  • Netter Artikel. Bestimt keine schlechte Sache, sich mit der Thematik im detail auseinander zusetzen. Ich werde gewiss auch die nächsten Posts verfolgen.

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