Deep Purple – “Smoke On The Water” (1972)

Deep Purple – “Smoke On The Water” (1972)
Deep Purple (©erler)

3. Dezember 1971:

Die britische Rockgruppe Deep Purple weilt in Montreux am Genfer See, um ein neues Album aufzunehmen – mithilfe eines mobilen Tonstudios, das sie von den Rolling Stones gemietet haben. Spielen wollen sie auf einer Bühne ohne Publikum, deshalb schauen sie sich diese „Location“ im Casino nachmittags an, während dort Frank Zappa und seine Mothers of Invention auftreten. Plötzlich bricht Feuer aus, schuld daran ist ein Schweizer Zappa-Fan, der mit einer Signalpistole eine Leuchtrakete in Richtung Decke geschossen hat. Zum Glück bricht im Publikum keine Panik aus, so dass auch niemand ernsthaft verletzt wird. Die Musiker von Deep Purple flüchten in eine nahegelegene Bar, während das Casino noch in hellen Flammen steht: „Der Wind kam von den Bergen herab und trieb den Rauch und die Flammen über den See. Der Rauch hing wie ein Vorhang über dem See“, erinnert sich Leadsänger Ian Gillan. Er nimmt eine Papierserviette vom Tisch und kritzelt fasziniert vier Worte drauf: „Smoke On The water“! Insgesamt dauert es sieben Stunden, bis das Casino von Montreux bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist, es bleiben nur noch Schutt und Asche übrig. An Plattenaufnahmen dort ist vorerst nicht mehr zu denken, zur Untätigkeit verdammt ziehen sich die fünf Musiker in ihre Hotelzimmer im Eden du Lac zurück.

Und dort hat Gitarrist Ritchie Blackmore dann die Idee zu einem der legendärsten und einprägsamsten Gitarrenriffs der Rockgeschichte:Smoke on The Water nahmen wir in irgendeinem riesigen Hörsaal auf. Wir wählten den Raum, weil wir einen mächtigen, echoartigen Sound wollten. Entsprechend laut spielten wir“, erinnert sich Blackmore. „Da klopfte es an der Tür und wir wussten sofort, dass das die Polizei sein musste. Und wir wussten auch, dass sie uns wegen des Lärms zum Teufel jagen würden. Also machten wir einfach nicht auf und spielten so lange, bis wir eine zufriedenstellende Aufnahme im Kasten hatten!“ Dann ersten öffnen sie den in Mannschaftsstärke angetretenen Polizisten die Tür: „Ganz formell teilten sie uns mit, dass wir sofort aufhören müssten, was wir dann auch gerne taten!“ freut sich Blackmore heute noch. Beschwert hatten sich übrigens ein paar Nachbarn über den „grässlichen Lärm“. Den Rest des Albums nehmen die Musiker im Grand-Hotel von Montreux auf, das ist während der Wintersaison eigentlich geschlossen, aber für die berühmten Musiker öffnen sich Türen und Tore…

Der im Text erwähnte „Funky Claude“ ist Claude Nobs, der Direktor des Montreux Jazz Festivals, er half den jugendlichen Fans, sich vor dem Feuer in Sicherheit zu bringen. „Smoke On The Water“ erscheint im Frühjahr 1972 auf dem Album „Machine Head“, wird aber erst ein Jahr später als Single veröffentlicht.

Kein großer Chart-Hit – aber trotzdem ein Song für die Ewigkeit.

Es folgen unzählige Coverversionen und am 23. Juni 2007 sogar ein ungewöhnlicher Weltrekord: 1.802 Gitarristen spielen auf einer Wiese in Leinfelden-Echterdingen (in der Nähe des Stuttgarter Flughafens) gleichzeitig diese unsterbliche Rockhymne – dirigiert vom legendären Chorleiter Gotthilf Fischer!
 … Hier der Link zu diesem historischen Ereignis

Zum Anhören:

Smoke On The Water

Microsoft Word - Chart Vorlage.doc

 

 

Ulli Wenger

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Posted by LINEA FUTURA

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