Carl Douglas – „Kung Fu Fighting” (1974)

Carl Douglas – „Kung Fu Fighting” (1974)
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Die Song Geschichte

Karate (japanisch: leere Hand) ist eine fernöstliche Kampfsportart,
die Anfang der 1970er-Jahre vor allem durch Filme
mit Bruce Lee weltweit populär wurde.

„Die Todesfaust des Cheng Li“ war 1971 der erste von vielen erfolgreichen Filmen aus Hongkong mit Lee als Hauptdarsteller. Ein Jahr später springt auch Hollywood auf diesen „Martial-Arts“-Trend auf und dreht bis 1975 eine 62-teilige Fernsehserie („Kung Fu“), in der David Carradine (1936-2009) den wortkargen Shaolin-Priester Kwai Chang Cain spielt.

Die ersten Folgen begeistern auch den Jamaikaner Carlton George Douglas, der in Kalifornien aufgewachsen und zum Maschinenbau-Studium nach London gezogen ist. Ermuntert durch seine Kommilitonen singt er ab und zu in einer Café-Bar. Dort entdeckt ihn eines Tages der britische Platten-Produzent Biddu. Der sucht gerade einen Sänger für seinen Song „I Want To Give You My Everything“. Gesagt – getan. Die beiden gehen ins Studio und nehmen den Titel auf. Was noch fehlt, ist die B-Seite. Weil die Zeit drängt, schlägt Carl Douglas einen eigenen Titel vor, den er als Fan der TV-Serie geschrieben hat: „Kung Fu Fighting“. Zum Produzieren haben sie aber nur noch zehn Minuten Zeit, weil dann das Studio schließt. Doch es reicht, der Song ist schnell im Kasten.

Am nächsten Tag gehen die beiden mit den fertigen Bändern zur Plattenfirma. Die Manager dort hören sich beide Seiten an und sind sich schnell einig: Der Kung-Fu-Song wird als A-Seite veröffentlicht. Biddu ist entsetzt, kann sich aber nicht dagegen wehren, sein Song wandert auf die Rückseite der Vinylsingle.

Die Plattenfirma sollte Recht behalten: „Kung Fu Fighting“ wird ein weltweiter Nummer-Eins-Hit und verkauft sich mehr als elf Millionen Mal.

Dass sich die Single in Deutschland sieben Wochen lang an der Spitze behaupten kann, verdankt sie auch dem ZDF, das den Song in der deutschen Version der „Kung Fu“-Serie als Erkennungsmelodie einsetzt. Natürlich versucht Carl Douglas, an diesen Mega-Erfolg anzuknüpfen, doch seine Nachfolge-Single „Dance The Kung Fu“ verkauft sich nur noch mäßig, weil sie wie ein zweiter Aufguss seines ersten Hits klingt.

Seit Mitte der 1990er-Jahre lebt Carl Douglas mit seiner deutschen Frau in Hamburg, wo er eine Firma leitet, die Musik für Filme und Werbespots liefert. 1998 gab er sein Okay dafür, dass das britischen Trio Bus Stop eine „Kung Fu“-Coverversion mit seinem original Gesang mischen durfte.

Am 10. Mai 2012 feiert er seinen 70. Geburtstag und ist körperlich noch so fit, dass er „Kung Fu Fighting“ immer noch mit Kampfsport-Gesten vortragen kann.

Zum Anhören:
Kung Fu Fighting

Ulli Wenger

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Posted by LINEA FUTURA

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