Bobby McFerrin „Don’t Worry – Be Happy“ (1988)

Bobby McFerrin „Don’t Worry – Be Happy“ (1988)
© EMI Music

Die Song-Geschichte

Der Mitpfeifsong „Don’t Worry – Be Happy“ verbreitet schon nach den ersten Takten eine gute Laune,
der man sich einfach nicht entziehen kann.

Bobby McFerrins Vater war in den 1950er-Jahren ein erfolgreicher Bariton an der Metropolitan-Oper in New York, der erste afroamerikanische überhaupt. Bereits im zarten Alter von sechs Jahren lernt Bobby Klavierspielen und bekommt nebenbei Unterricht in Musiktheorie, daneben lernt er noch Klarinette und Flöte. Auf der Highschool gründet Bobby eine Jazz-Combo, später spielt er in einer Piano-Bar in Salt Lake City, wo Entertainer Bill Cosby ihn 1980 entdeckt und in seine TV-Show einlädt. Dass er auch eine außergewöhnlich wandlungsfähige Stimme besitzt, merkt Bobby McFerrin erst mit 27 Jahren.

Eines Tages fällt ihm eine Postkarte mit dem Bild des indischen Gurus Meher Baba (1894-1969) in die Hände. Unter dem Foto stehen dessen letzten Worte: Don’t Worry – Be Happy“. Die passende Melodie dazu geistert schon lange durch Bobbys Kopf, doch für den passenden Text braucht er dann doch noch mal fünf Jahre. Dass der Song überhaupt ein Welthit wird, verdankt er dem Hollywoodfilm „Cocktail“, in dem Tom Cruise einen Barmixer spielt. „Don’t Worry – Be Happy“ verkauft sich weltweit mehr als zehn Millionen Mal und wird gleich mit drei Grammys überhäuft. Im September 1988 steht damit erstmals ein A-Cappella-Song an der Spitze der US-Charts.

Vielen fällt zunächst gar nicht auf, dass hier gar keine Instrumente zu hören sind, sondern dass Bobby McFerrin alles im Alleingang singt.

Vize-Präsident George Bush (Senior) wählt diesen Song dann ein Jahr später als Motto für seinen Wahlkampf aus. Das ärgert Bobby McFerrin, weil er damals lieber Bushs Gegenkandidaten Michael Dukakis im Weißen Haus gesehen hätte. McFerrin ist ein so vielseitiger Musiker, dass man ihn schlecht in eine Schublade stecken kann. Er hat Werbe-Jingles gesungen, mit Bill Clinton Jazz gespielt und ist inzwischen ein weltweit anerkannter Dirigent für klassische Musik.

„Don’t Worry – Be Happy“ war sein einziger, aber sehr erfolgreicher Ausflug in die Popmusik.

Zum Anhören:
Don’t Worry – Be Happy


Ulli Wenger

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Posted by LINEA FUTURA

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