Dr. med. Rainer Wiltfang – „Neue Sichtqualität durch Laserkorrektur“

Bei guter Sehstärke sind Hornhaut, Linse, Netzhaut und die Länge des Augapfels so exakt aufeinander abgestimmt, dass auf der Ebene der Netzhaut ein klares Bild entstehen kann. Durch die Verformung der Augenlinse (Akkomodation) können Gegenstände in verschiedenen Entfernungen scharf abgebildet werden. Über 45 Millionen Menschen in Deutschland haben jedoch eine Fehlsichtigkeit. Hierbei handelt es sich um medizinisch gesunde Augen, die aber aufgrund von „Konstruktionsfehlern“ keine optimale Sehschärfe erzielen.

Unterschiedliche Arten der Fehlsichtigkeit kann man hervorragend mit Laser korrigieren:
Kurzsichtigkeit (Myopie)
Der verlängerte Augapfel bei der Kurzsichtigkeit ist die am häufigsten vorkommende Sehschwäche. Die unscharfe Wahrnehmung weit entfernter Gegenstände hängt damit zusammen, dass einfallende Lichtstrahlen noch vor der Netzhaut gebündelt werden.

Weitsichtigkeit (Hyperopie)
Hier ist der Augapfel verkürzt, wodurch Lichtstrahlen in diesem Fall erst hinter der Netzhaut gebündelt werden. Dadurch werden Gegenstände in der Nähe unscharf wahrgenommen. Oft ist diese Fehlsichtigkeit mit Kopfschmerzen verbunden, da das Auge sich überanstrengt.

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus/Stabsichtigkeit)
Die Hornhaut ist nicht gleichmäßig gewölbt. Durch diesen „Knick in der Optik“ werden einfallende Lichtstrahlen unterschiedlich gebrochen und nicht als Punkt auf der Netzhaut dargestellt, sondern als Stab. Das wahrgenommene Bild ist entsprechend verzerrt.

Die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) ist kein Konstruktionsfehler des Auges, sondern ein natürlicher Alterungsprozess, bei dem Linse und Halteapparat an Flexibilität verlieren. Das Auge kann sich nicht mehr auf unterschiedliche Entfernungen einstellen. Die Altersweitsichtigkeit lässt sich ebenfalls mit einer Augen-Laserbehandlung korrigieren. Kurzsichtige haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, nur ein Auge lasern zu lassen, das dann nach dem Prinzip der so genannten Monovision die „Fernsicht“ übernimmt.

Unsere Hornhaut hat eine durchschnittliche Dicke von 0,5 bis 0,55 mm und besitzt eine extrem hohe Brechkraft (ca. 43 Dioptrien). Diese Vorgaben der Natur ermöglichen es uns, durch minimale Veränderungen der Hornhaut eine, Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Allerdings sollte die Hornhaut nach einer Behandlung mindestens 0,4 mm betragen, um die nötige Stabilität zu gewährleisten.

Je nach der individuellen Beschaffenheit des Auges bieten die Verfahren der modernen Laserchirurgie heute folgende Korrekturmöglichkeiten:
•    Kurzsichtigkeit bis ca. –10 Dioptrien
•    Weitsichtigkeit bis ca. +4 Dioptrien
•    Hornhautverkrümmung bis ca. 5 Dioptrien
Die Werte können jedoch erheblich von den Grenzbereichen abweichen. Sie sind von der jeweiligen Hornhautdicke und Pupillengröße abhängig.

Die Geschichte der refraktiven Laserchirurgie beginnt bereits 1983 mit der Entwicklung des Excimer Lasers. 1986 findet die erste Augen-laserbehandlung nach der PRK-Methode (Photorefraktive Keratektomie) statt.

LASIK ist eine Weiterentwicklung dieser ursprünglichen Methode und hat sich seit Anfang der 90er Jahre etabliert. Seit 1999 gibt es auch die so genannte LASEK-Methode als Alternative für Patienten, die für das LASIK-Verfahren nicht geeignet sind.

Das Wort LASIK bedeutet: „Laser In Situ Keratomileusis“

Die LASIK wird bereits seit 1990 angewendet und ist heute das weltweit am häufigsten angewandte Verfahren. Sie wurde 1999 von der DOG (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft) und dem BVA (Berufsverband der Augenärzte) offiziell als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren eingestuft. Bei dieser Methode wird nicht an der Oberfläche gelasert, sondern Gewebe im Stroma (mittlere Hornhautschicht) abgetragen.

Leider gibt es einige Kriterien für die LASIK Behandlung, die eine OP entweder völlig ausschließen (harte Kontraindikationen) oder ein individuelles Alternativ-Verfahren nahe legen (weiche Kontraindikationen).

Harte Kontraindikationen
•     Hornhauterkrankungen
•    Schwere Augenerkrankungen (z. B. fortgeschrittener grüner oder grauer Star)
•    Schwangerschaft, Stillzeit
•    Augen im Wachstum (unter 18 Jahren)
•    Zu geringe Hornhautdicke

Weiche Kontraindikationen
•    Netzhautveränderungen, Unregelmäßigkeiten
•    Augenerkrankungen (z. B. erhöhter Augeninnendruck)
•    Systemische Krankheiten (z. B. Rheuma)
•    Schlechter Allgemeinzustand (z. B. chronische Erkrankungen, Allergien)

Eine erfolgreiche Laserbehandlung ist die Kombination aus einer klaren Indikation (Voruntersuchung), einer routinierten Operation und einer sorgfältigen Nachbehandlung. Eine erste Nachuntersuchung findet bereits zehn Minuten nach der OP statt, ein weiterer Nachuntersuchungstermin am nächsten Tag und alle Folgetermine zur Kontrolle daran anschließend. Der behandelnde Arzt versorgt den Patienten außerdem im Anschluss an die OP mit Medikamenten zur Prophylaxe und gibt Verhaltensregeln an die Hand. Gewöhnlich entsteht jedoch nur in den ersten zwei bis drei Stunden nach der OP ein leichtes Fremdkörpergefühl im Auge. Deshalb sollte man die Augen zunächst geschlossen halten, starkes Lidpressen sowie Wasserkontakt vermeiden und nicht am Auge wischen oder reiben.

Das Wort LASEK bedeutet: „Laser Epithelial Keratomileusis“
LASEK ist die Weiterentwicklung der ursprünglichen PRK-Methode. Im Unterschied zur LASIK wird hier auf den Einschnitt in die Hornhaut verzichtet. Diese Methode eignet sich für die Behandlung von Fehlsichtigen, die aus bestimmten Gründen nicht für eine LASIK in Frage kommen – z. B.:
•    zu geringe Hornhautdicke
•    spezielle Augenerkrankungen
•    Hornhautnarben
•    Sportarten mit direktem Körperkontakt

Der Heilungsprozess ist im Vergleich zur LASIK deutlich verlangsamt und in den ersten beiden Tagen schmerzhaft. Es ist ratsam, in den ersten beiden Wochen nach der OP nicht zu arbeiten. Anstrengende, sportliche Betätigung, chemische und mechanische Reizung sowie staubige, rauchige Luft sollten gemieden werden. Vier Wochen lang werden Augentropfen verabreicht, um eine mögliche Narbenbildung zu verhindern. Das Sehvermögen schwankt in diesen ersten Wochen und die angestrebte Sehkraft stellt sich erst danach ein. Operative Risiken lassen sich durch verantwortungsbewusstes Handeln auf ein Minimum reduzieren, jedoch nicht völlig ausschließen.

In der Regel beschränken sich die Komplikationen auf drei wesentliche Bereiche:
Schnittkomplikationen:
Zu den schwerwiegenden Risiken (unter 1:1000) zählen Schnittkomplikationen (gilt nicht für die LASEK-Methode). Hierbei ist es wichtig, dass der Operateur sich korrekt verhält und die OP abbricht. Der inkomplette Schnitt verheilt im Normalfall in den ersten zwei bis drei Tagen. Ein erneuter Eingriff ist nach frühestens sechs Monaten möglich. Neue Keratome haben höhere Sicherheitsstandards und minimieren das Risiko zusätzlich. Dies gilt auch für den Einsatz eines Femtosekunderlasers, der den Schnitt ohne Einsatz einer Klinge ermöglicht.
Infektionen:
Infektionen können bei jedem operativen Eingriff auftreten. In Kliniken mit sterilen OP-Bedingungen lässt sich dieses Risiko jedoch erheblich reduzieren (unter 1:2000). Bei einer Infektion ist auch die Mitarbeit des Patienten von entscheidender Bedeutung (Einnahme der Medikamente). Postoperativ verabreichte Medikamente dienen der zusätzlichen Prophylaxe.
Korrekturergebnis:
Ziel der Behandlung ist eine vollständige Korrektur der Fehlsichtigkeit. Dieses Ziel lässt sich in ca. 93% der Fälle mit einem einmaligen Eingriff erreichen. Individuelle Gewebereaktionen können jedoch Über- oder Unterkorrekturen, Dezentrierungen oder irreguläre Hornhautabträge zur Folge haben, die einen zweiten Eingriff notwendig machen. Diese werden mindestens drei Monate lang beobachtet und eine anschließende Feinkorrektur vorgenommen, falls noch bestehende Sehschwächen als störend empfunden werden.

Die heutigen wissenschaftlichen Entwicklungen ermöglichen eine Laserkorrektur der Sehkraft und sind somit eine sichere Alternative für Brille oder  Kontaktlinsen. Sie erlauben es, bestimmte Sehfehler für immer zu beseitigen und sorgen damit für ein besseres Wohlbefinden der betroffenen Menschen.

K O N T A K T
Dr. med. Rainer Wiltfang
studierte Medizin an der LMU in München und wurde von 1993-96 an der Universitätsaugenklinik München zum Facharzt ausgebildet. Seit 1995 ist er mit der Augen-Laserchirurgie vertraut und absolvierte mehrere Hospitationen in den USA, Kanada und Kolumbien. Seit 1997 ist er darüber hinaus Vertragsarzt der deutschen Lufthansa. Gemeinsam mit einem erfahrenen und kompetenten Team sorgt er seit Mai 2000 in der Augenklinik am Airport für eine bestmögliche Betreuung von Patienten.

www.smileeyes.de

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Posted by LINEA FUTURA

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