Fragen und Antworten – „Rund um den Garten“

Mit dem Erwachen des Frühlings kommen wieder reichlich ungeklärte Fragen
zum Garten auf den Tisch. Einige davon kann LINEA FUTURA mit Unterstützung des
Gartenprofis  „Schleitzer baut Gärten“ beantworten.

Mein Rasen hat seit dem Winter große Lücken, die einfach nicht zuwachsen wollen. Was kann ich tun?
Im Winter bekommen gestresste Rasenflächen gerne den Schneeschimmel, der sich erst weißlich, dann im Frühjahr zum Sommer hin als abgefaulte braune Fläche zeigt. Dann ist es höchste Zeit, dass man diese Flächen mit einem Eisenrechen circa 2 bis 3 cm tief aufreißt und die gesamte Rasenfläche vertikutiert. Hierbei wird die oberste Rasennarbe mit einem scharfkantigen Rechen vertikal geschnitten und so belüftet. Die breit wachsenden Gräser, Moose und Wildkräuter werden intensiv ausgerecht und entfernt. Der Rasen sollte von Anfang April bis zum August dreimal mit einem stickstoffbetonten Dünger gedüngt werden. Ende August, Anfang September sollte für die letzte Düngergabe ein kalibetonter Dünger, z. B. Scotts Rasenherbstdünger mit 15 % Kali (15-0-26) zur besseren Winterhärte, Stärkung und Stabilität, verwendet werden. Durch regelmäßiges, wöchentliches Mähen und Düngen bekommt man einen schönen, strapazierfähigen und vitalen Rasen, der auch Moose verdrängt.

Die Triebe meiner Rosen sehen wie ausgetrocknet aus und sind stellenweise schwarz. Was kann ich tun?
Über den Winter frieren die Rosen zurück. Ist der Trieb gefriergetrocknet, wird er auch schwarz. Die alten Triebe müssen bis auf das grüne, noch saftige Holz zurückgeschnitten werden. Bei den Edel- und Polyantharosen lässt man ab der Veredlungsstelle 3 – 5 Augen (d. h. die Knospen) stehen. Alles Holz, das über diesen Augen liegt, wird weggeschnitten. Es sollten auch die kleinen dünnen Triebe ganz entfernt und nur die kräftigen stehen bleiben. Wilde Triebe, die unter der Veredlungsstelle herauswachsen, sollten direkt am Wurzelansatz abgeschnitten werden, damit sie nicht wieder austreiben. Bei den Park- und Kletterrosen werden nur die extrem dünnen Austriebe ganz entfernt. Kräftigere Seitentriebe werden bis auf 3 Augen vom Haupttrieb entfernt. Dadurch treibt die Rose wieder mehrfach an diesen geschnittenen Trieben aus und sie bekommt eine wunderschöne Blütenpracht. Bei Wildrosen sollten nur die abgestorbenen Triebe abgeschnitten,  eventuell ganz alte Äste komplett entfernt und der Strauch ausgelichtet werden.

Meine Terrasse hat im Laufe der Zeit einen dunklen, grünlich hässlichen Schmutzbelag bekommen. Was kann ich gegen diese Flecken, hauptsächlich in den Vertiefungen des Belages tun, damit ich wieder eine schöne gepflegte Terrasse bekomme?
Die grünlichen Beläge auf der Terrasse sind Ablagerungen durch die Umwelt, wie auch durch Bäume, Sträucher und Blüten, durch verschüttete Getränke und vieles mehr. In dieser Feuchtigkeit wachsen in den Vertiefungen Algen und Moose, die sich in schwarz-grünlicher Verfärbung auf den Belägen zeigen. Das Holz wird bei Feuchtigkeit schnell rutschig. Die verschiedenen Hersteller von Bodenreinigungs- und Pflegemitteln geben für die Anwendung im Außenbereich für alle Belagsarten konkrete Empfehlungen. Es sollte zuerst der Grobschmutz auf den Belägen entfernt und dann der Grünbelagentferner aufgesprüht werden. Nach 24 Stunden Einwirkzeit wird mit einem Wasserschlauch und einer Bürste oder einem Hochdruckreiniger der Belag gesäubert. Damit die gesäuberten Flächen nicht so schnell wieder verschmutzen und die Farbe des Belages wieder intensiviert wird, wird empfohlen, die gereinigten Beläge zu imprägnieren. Bei Holz mit einem speziellen Pflegeöl mit Langzeitschutz, bei Klinker, Natur- und Betonstein mit einem Steinimprägnierungsmittel. Damit verhindert und reduziert man eine erneute Algen- und Schimmel- bzw. Fleckenbildung durch ausgeschüttete Flüssigkeiten. Bei stark saugenden Bodenbelägen, wie beispielsweise Beton- oder Klinkerbelägen, empfiehlt sich, die Imprägnierung nach dem ersten Trocknen zu wiederholen. Durch das Einsprühen einmal im Jahr reduziert sich der Reinigungsaufwand auf ein Minimum und die Frische des natürlichen Holzes sowie die ursprüngliche Farbe des Bodenbelages wird wieder erreicht.

Meine Rhododendren und Azaleen haben angefressene Blätter. Ich habe aber keine Schädlinge gefunden. Was könnte das sein und wie kann ich es bekämpfen?
Besonders stark werden Moorbeetpflanzen, wie Rhododendron, Azaleen und Kirschlorbeer, ja sogar Erdbeeren, von den nachtaktiven Dickmaulrüsslern geschädigt. Es sind ersichtliche buchtenförmige Fraßschäden an den Blättern. Schlimmer noch sind die Larven dieser Dickmaulrüssler, denn diese sind noch fressgieriger. Bei starkem Befall kann es zum Absterben der Pflanzen kommen. Jetzt bei steigenden Temperaturen werden diese Larven wieder aktiv und fressen auch an den Wurzeln. Ende Mai verpuppen sich die Larven und werden im Juni zu jungen Käfern, die dann die Blätter zerfressen. Ein Käfer legt bis zu 800 Eier, die zum Boden fallen und Anfang August ausschlüpfen und im September/Oktober wieder Fraßschäden an den Wurzeln verursachen. Diese Dickmaulrüssler bekämpft man am sichersten biologisch mit Nematoden. Das sind Fadenwürmer, die man dem Gießwasser zusetzt und mit der Gießkanne ausbringt. Die infektionösen Dauerlarven der Nematoden suchen die Larven des Dickmaulrüsslers gezielt auf, dringen in sie ein, um das Bakterium freizugeben. Dieses tötet die Larve innerhalb weniger Tage ab. Die Nematoden vermehren sich wiederum im abgestorbenen Insekt. Mit jedem Vermehrungszyklus der Nematoden steigt die Wirkung auf die Schädlingspopulation. Diese Anwendung empfiehlt sich von Mitte April bis Anfang Juni sowie zwischen August und Oktober. Der höchste Wirkungsgrad ergibt sich ab einer Bodentemperatur von 12 bis 25 °C. Die Anwendung sollte in den Abendstunden erfolgen. Die eingesetzten Fadenwürmer (Nematoden) sind für warmblütige Tiere und Menschen ungefährlich. Auch die Pflanzen werden dadurch nicht geschädigt. Diese Bekämpfung hat sich bestens bewährt, da sie tatsächlich ohne Gift auskommt.

Wir möchten für unsere Kinder einen kleinen Naschgarten einrichten. Welche winterharten Pflanzen neben Kirsche, Apfel und Birne empfehlen Sie?
Die Kiwi „Jenny“; sie ist mit ihren süßen und sehr saftigen 3 bis 4 cm langen Früchten, selbstbefruchtend, was heißt, dass männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze sind. Sie braucht zur Befruchtung keine zweite Pflanze.
Die Vitalbeere®; sie ist eine attraktive, interessante Schlingpflanze mit schönen großen Früchten, die wie große Johannisbeeren aussehen. Die Früchte schmecken süß-sauer, salzig, bitter und scharf. Man nennt sie die Fünf-Aroma-Frucht.
Die neue Züchtung von schwarzen Johannisbeeren, die „Kieroyal“; sie ist reichtragend. Das Besondere hier sind lange Trauben mit süßem, aromatischem, nicht holzigem, sondern lieblichem Geschmack. Sie sind besonders widerstandsfähig gegen Rost und Mehltau. Geeignet sind auch kletternde und hängende Erdbeeren, Heidelbeeren, Jostabeeren (eine Kreuzung zwischen schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere), sowie verschiedene Holunder-Sorten, auch rotlaubig.
Diese Besonderheiten an Pflanzen gibt es unter anderem im Schleitzer Erlebnisgarten in München-Allach, Enterstraße 23.

 

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Posted by LINEA FUTURA

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