Bernadette C. Barnett – Frauen sollten an ihrer Außenwirkung arbeiten

Bernadette C. Barnett – Frauen sollten an ihrer Außenwirkung arbeiten
© Bernadette C. Barnett

Die Gratwanderung zwischen Weiblichkeit und Toughness ist ein Balance-Akt im Berufsleben

Frauen sollten an ihrer Außenwirkung arbeiten – vor allem, um sich im Berufsleben Gehör zu verschaffen! Denn: Was nützt das geballte Wissen von weiblichen Fach- und Führungskräften, wenn keiner zuhört?

Ein Beitrag von Bernadette C. Barnett, München

Im Laufe meines Berufslebens sind mir zu viele Frauen begegnet, die ein enormes Fachwissen mit sich tragen, es aber – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht an den Mann bringen. So wunderte sich eine promovierte Wissenschaftlerin im Coaching: „Meine Argumente werden schlichtweg überhört. Das restliche Team ignoriert meine Einwände und redet einfach über mich hinweg.“ Eine andere Klientin fragt sich, warum ihre fundierten, fachlich begründeten Projekte, immer nur den Restposten des Innovations-Budgets erhalten und deshalb nur selten realisiert werden.  Wenn Ergebnisse von Studien, die von Frauen über einen langen, arbeitsintensiven Prozess entwickelt und begleitet wurden von ihrem Abteilungsleiter präsentiert werden, der die Urheberin nicht ein einziges Mal erwähnt.

In all’ diesen Beispielen geht es nicht um profane Äußerlichkeiten, sondern darum, dass diese Frauen samt ihrem Wissen „wahrgenommen“ werden. Das kann nur durch die entsprechende Wirkung erzielt werden. Und daran kann und muss jede Frau eigenverantwortlich arbeiten. Wir können nicht die Männer dafür verantwortlich machen, dass sie Frauen so wahrnehmen wie sie eben wirken. Und hier kommt es neben dem adäquaten Kleidungsstil, einer bewussten Körpersprache, einer stimmigen Mimik, dem richtigen Make-up und einer überlegten Wortwahl nicht auf Äußerlichkeiten sondern auf die Außenwirkung an.

Das bedeutet nicht, Fachkompetenz im kurzen Röckchen vorzutragen. Vielmehr ist die Wirkung und das Auftreten einer Frau von vielen Faktoren abhängig. Dabei spielt die äußere Erscheinung durchaus eine Rolle. Jede Frau muss sich wohlfühlen und ein stimmiges Erscheinungsbild finden, mit dem sie sich identifizieren kann. Da kann es durchaus passieren, dass die Frau sich am Ende einer Coaching-Session dazu entschließt, die Mähne gegen einen kinnlangen Bob einzutauschen.

Vor allem Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Technik) legen oftmals wenig Wert auf ihre äußere Präsenz. Mir blutet das Herz, wenn ich -mangels eigenen Fachkenntnissen – oftmals nur erahnen kann, welches enorme Potential in diesen Frauen steckt. Diese Frauen haben sich über viele Jahre einen enormen Schatz an Wissen und Kompetenzen angeeignet und kommen nur wegen ein paar Kleinigkeiten nicht zum Zug. Das liegt auch nicht an der Männer-dominierten Berufswelt – wir Frauen müssen einfach lernen, bewusst und entschlossen zu agieren. Wir Frauen haben das „Licht-unter-den-eigenen-Scheffel-Stell-Gen“ . Wir stellen uns und unsere Arbeit viel zu oft in Frage, anstatt selbstbewusst unsere Ideen und unser Wissen zu präsentieren. „The World needs you now, not when you’re perfect“ – der Verfasser dieses Spruchs ist leider unbekannt – wahrscheinlich war es eine Frau!

Ein großes Potential von Frauen ist die Prozessfokussierung auf mehreren Ebenen unter Berücksichtigung der Zielorientierung. Männer lassen sich zu 100% auf eine Sache ein und neigen dazu, das Rechts und Links dabei aus den Augen zu verlieren. Frauen sind in der Lage, mehrere Ebenen gleichzeitig zu berücksichtigen. Diese Prägung lässt sich genetisch erklären.  Während der Mann sich auf der Jagd nur auf seine Beute fokussiert hat, achtete die Frau zu Hause auf mehrere Kinder gleichzeitig, bereitete die Mahlzeiten, pflegte soziale Kontakte und passte dabei noch auf, dass das Feuer nicht ausging. Diese großartige weibliche Eigenschaft müssen wir nutzen und in die Unternehmen einfließen lassen.  Es geht darum, die Arbeit von Männern und Frauen zu einem stimmigen Gesamtbild werden zu lassen. Wir brauchen keine frustrierten Ellenbogen-Emanzen und knochenharte Machos – wir müssen aus dem, was uns gegeben ist das bestmögliche schaffen, um den Anforderungen der Zukunft wertehaltig und verantwortungsbewusst nachzukommen.

Kompetenz und Know-How müssen so verpackt werden, dass sie in der Wirtschaft und im Arbeitsleben zum größtmöglichen Einsatz kommen. Denken Sie an einen Diamant-Ring, der in ein altes, vergilbtes Stück Zeitung eingewickelt wird. Was glauben Sie, wie lange dieses Bündel in der Fussgängerzone liegen würde, bis es jemand aufhebt? Eine stilvoll verpackte Schachtel mit Geschenkbändern würde keine zwei Minute auf dem Asphalt liegen bleiben – auch wenn nur ein Kaugummi-Automaten-Ring darin zu finden ist.

Die Performance-Strategie SCIL ® der Präsentainment Group bietet für mich eine wertvolle Arbeitsgrundlage, um dem Diamanten die entsprechenden Verpackung zu verpassen – selbstverständlich individuell und stimmig mit der Frau abgesprochen. Mithilfe der SCIL Performance Strategie können Frauen zunächst analysieren, wie sie in ihrem Umfeld wahrgenommen werden, welche Wirkung sie erzielen und in welchen Bereichen Entwicklungspotential besteht. Danach arbeite ich in meinen Coaching-Sessions gemeinsam mit der Klientin daran, neben individuellen Zielen folgende Potentiale zu generieren:

  • In Besprechungen und Präsentationen überzeugend auftreten und Ideen und Projekte zielgerichtet umsetzen
  • Körpersprache und Rhetorik werden bewusst eingesetzt, um ihren Argumenten noch mehr Gewicht zu geben
  • Fachkompetenz sachlich und kraftvoll auf den Punkt zu bringen
  • In schwierigen Situationen Ruhe und Professionalität zu bewahren
  • Auf fordernde Gesprächspartner gelassen und souverän zu reagieren
  • Gesprächsblockaden erfolgreich zu überwinden
  • Small Talk als Sympathieträger und Grundlage für Vertrauen zu schaffen
  • Das Erkennen der eigenen Potentiale und die entsprechende Wirkung in meinem Umfeld erreichen
  • Wie aus Ressourcen Kompetenzen werden
  • Das „Nein-Sagen“ üben und erfolgreich umsetzen
  • Wie sie ihre individuelle Balance finden,  in den Alltag 
integrieren und achtsam im Umgang mit sich selbst sind

Frauen sollten sich mehr zutrauen!

BUSINESS TRAINING & COACHING
Bernadette C. Barnett
Morenastraße 5a
81243 München
Telefon: 089 896 206 75
Mobil: 0160 44 92 862

www.bernadettebarnett.de

Post to Twitter

Posted by LINEA FUTURA

6 Comments

  • Liebe Bernadette,
    kann es sein, dass Du noch in einer „alten“ Welt lebst? Dieses Thema gehört ja wohl längst der Vergangenheit an!!!
    In einer Leistungsgesellschaft zählt LEISTUNG.Übrigens haben wir eine Bundskanzlerin und die habe ich noch nie im Minni gesehen. 🙂

    tom

    • Lieber Leser „tom“,
      Auf den ersten Blick mag die Überschrift des Artikels wohl den Eindruck erwecken, dass es bei Frauen im Berufsleben nicht auf Leistung, sondern auf „Äußerlichkeiten“ ankommt.
      Doch gerade das Gegenteil ist der Fall: Fachwissen und Know-How kann bei Frauen – und natürlich auch Männern – erst durch ein stimmiges Erscheinungsbild zielgerichteter transportiert werden.
      Der Minirock hat bei geschäftlichen Anlässen generell keine Berechtigung. Gepflegter Business-Style meint knielanger Rock oder dunkler Hosenanzug.
      Und im Zweifelsfall gilt auch hier: Just a beautiful mind makes a beautiful (wo)man.
      Herzliche Grüße,
      Bernadette C. Barnett

  • Ich lasse mich bereits seit einigerZeit coachen und es tut mir gut.

    • Liebe Tina,
      Danke für Ihren Impuls. Es ist tatsächlich so, dass Coaching auch bei privaten Anliegen immer populärer wird. Sei‘ es die berufliche Neuorientierung, eine private Entscheidungsfindung oder auch die Vorbereitung für ein wichtiges Meeting. Eine Familienansprache, die geübt werden will oder das Vorbereiten eines zukunftsweisenden Bewerbungsgesprächs.
      Coaching ist sehr vielseitig und vor allem oft schon nach nur einer Coaching-Session außerordentlich hilfreich.
      Dabei ist vor allem darauf hinzuweisen, dass ein Coach kein Therapeut ist. Nur selten werden Sie persönliche Ratschläge von Ihrem Coach bekommen. Denn durch verschiedene Interventionsmethoden holt ein gut ausgebildeter Coach die Lösung aus dem Klienten. Wie ein Gärtner, der den Garten betreten darf und mit ein wenig Handwerkszeug die Blüte zum Vorschein bringt.
      Ich wünsche Ihnen alles Gute.
      Herzlich,
      Bernadette C. Barnett

  • Liebe Bernadette,

    es soll auch multitaskingfähige Männer geben. Und solltest Du einen Scheffel haben, hast Du ihn gut verborgen … 😉

    Herzlich
    Andreas

    • Lieber Andreas,
      Danke für Deinen Hinweis auf die Multitaskingfähigkeit der männlichen Spezies.
      Der Begriff Multitasking (engl.) Mehrprozessbetrieb bezeichnet – lt. Wikipedia – die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Aufgaben (Tasks) nebenläufig auszuführen. Im Allgemeinen bietet der Prozessor hierzu auch unterstützende Strukturen. Die verschiedenen Prozesse werden in so kurzen Abständen immer abwechselnd aktiviert, dass der Eindruck der Gleichzeitigkeit entsteht. Multitasking ist somit ein Synonym für Zeit-Multiplexverfahren…. Ende Zitat!
      Und genau hier stellt sich für mich die spannende Frage, bei wem der Eindruck der Gleizeitigkeit entsteht. Bei Mann oder Frau?
      Bedeutet, inwieweit die Wahrnehmungsfähigkeit des Mehrprozessbetriebs oder Multitasking sich bei Mann und Frau unterscheidet?! Das ist durchaus ein interessanter Ansatz und ich werde dieses Thema auf die Themenliste meiner weiteren Artikel in diesem online-Magazin setzen.
      Herzliche Grüße,
      Bernadette C. Barnett

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

/>

*

code

Fordern Sie noch heute Ihren
Green & Art Katalog kostenfrei an:

Willkommen bei Sunseeker Germany

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.