Scott McKenzie – „San Francisco“ (1967)

Scott McKenzie – „San Francisco“ (1967)
© rateyourmusic

Die Song-Geschichte

Philip Blondheim aus Florida macht nach der Highschool zunächst eine Lehre als Bankkaufmann. Am Wochenende tritt er mit verschiedenen Folkbands in Virginia auf. Dabei lernt er eines Abends John Phillips kennen, den späteren Gründer der Mamas & Papas („California Dreamin‘“, 1966). Mit dabei in dieser feuchtfröhlichen Männerrunde: Ein befreundeter Komiker, der zu fortgeschrittener Stunde sagt, dass Philipp ihn an einen schottischen Hund erinnere.

So ergibt ein Wortspiel das andere und am nächsten Morgen steht fest: Philipp Blondheim heißt ab sofort Scott McKenzie!

Im Juni ’67 veranstaltet John Phillips in Monterey, einer Stadt südlich von San Francisco, das weltweit erste Pop-Festival. Montereys Bürgermeister hat aber Angst vor zu vielen langhaarigen Hippies. Da hat Phillips die Idee, die Leute nach San Francisco einzuladen, von dort könne man die Besucherströme besser kanalisieren. In nur 20 Minuten schreibt er die akustische Einladung: „Wenn Du nach San Francisco kommst, steck Dir ein paar Blumen ins Haar!“ Leider kann er den Song nach dem Genuss von LSD nicht mehr selbst singen, deshalb bittet er Scott McKenzie darum. Der Mann mit dem markanten Schnäuzer wird so unfreiwillig zum Idol der Flower-Power-Bewegung.

„San Francisco“ verkauft sich im Sommer der Liebe weltweit mehr als sieben Millionen Mal. Leider kann Scott McKenzie mit seiner Nachfolgesingle „Like An Old Time Movie“ nicht an diesen Mega-Erfolg anknüpfen. 1970 versucht er es noch einmal mit einem Country-Album, doch auch das floppt. 1988 schreibt er dafür aber gemeinsam mit John Phillips den Welthit „Kokomo“. Die Beach Boys singen ihn im Film Cocktail (mit Tom Cruise als Barmixer).

Scott McKenzie trat noch viele Jahre mit seiner Hippie-Botschaft immer wieder auf. Und 2005 hat das österreichische DJ-Projekt Global Deejays mit seiner Techno-Version dieser unsterblichen Hippie-Hymne erneut großen Erfolg.

Jahrelang kämpft Scott McKenzie mit tiefen Depressionen, 2010 erkrankt er an einem seltenen Nervenleiden, dem Guillain-Barré-Syndrom: „Diese Krankheit macht dich schwach, ängstlich, unsicher und lässt dich zittern“, klagt er kurz vor seinem Tod. Zuletzt lebt er allein mit seiner Katze Spider in seinem Haus in Los Angeles. Dort stirbt er am 18. August 2012 im Alter von 73 Jahren. Sein Tod wird weltweit bedauert, viele Medien erinnern noch einmal an den „Sommer der Liebe“, der durch seine Hippie-Hymne unvergessen bleibt.

 

Zum Anhören:
San Francisco

Ulli Wenger

 

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Posted by LINEA FUTURA

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