Mexiko – „Hola Mexiko“

  • Mexiko – „Hola Mexiko“
    © Helmut Wegmann
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    © Hans Dieter Buchmann
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    © visitmexico.com
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Einmal erlebt,
ziehen einendie Estados Unidos Mexicanos in ihren Bann.

Als Reiseland haben sie schier unendlich viel zu bieten: Erholungssuchende finden traumhafte Strände und kristallklare Seen, Kulturbegeisterte mehr als nur kunstvolle Kathedralen und wer es lieber einsam mag, der kann sich in die Wüste oder den Dschungel zurückziehen. Doch auch politisch, wirtschaftlich und geschichtlich ist Mexiko eine Erfahrung wert.

Der Honorarkonsul der Vereinigten Mexikanischen Staaten in München, Herr Emil Schustermann, stellt sein Heimatland vor:

„Ihnen das Land Mexiko in diesem Artikel komplett und vollständig vorzustellen, ist nicht möglich. Der Grund liegt auf der Hand: Mexiko hat einfach viel zu viel zu bieten. Dennoch möchte ich Ihnen einen kleinen Überblick verschaffen und Ihr Interesse an Mexiko weiter wecken …“

DAS LAND
Die endlosen einladenden weißen Sandstrände der mexikanischen Küste sind für Emil Schustermann nur „ein Aushängeschild“. Vielmehr sieht der Honorakonsul in den Vereinigten Mexikanischen Staaten „ein enorm spannendes Land mit wunderbaren, warmherzigen Menschen“. Von der Fläche her ist Mexiko gut fünfmal größer als Deutschland. Die jüngste Volkszählung, die im Jahr 2010 stattfand, ergab eine Bevölkerungszahl von 112.322.757 Einwohner. Geographisch grenzt Mexiko im Norden an die USA; im Süden und Westen an den Pazifischen Ozean; im Südosten an Guatemala, Belize und an das Karibische Meer; im Osten an den Golf von Mexiko. Benannt ist das Land nach der Hauptstadt der Azteken. Das überwiegend katholisch geprägte Mexiko „ist für mich auch wegen seiner reichen kulturellen Geschichte, seiner einzigartigen landschaftlichen Vielfalt, seiner besonderen Musik- und Tanztradition und vor allem wegen seiner Menschen vollkommen zu Recht eines der faszinierendsten Länder der Welt.“ „Als Reiseland“, so Emil Schustermann, „gibt es wohl keinen Wunsch, den Mexiko offen lässt.“

DIE GESCHICHTE
Das mexikanische Volk blickt auf eine kurze Geschichte, aber zugleich auf eine lange Vergangenheit zurück. „Die Menschen dort sind so vielschichtig, dass man immer wieder hinfahren möchte. Die Kultur ist zwar exotisch, uns aber nicht fremd. Schließlich ist so viel Europäisches in der Kultur, dass man sie einfach versteht“, findet Emil  Schustermann. Ausschlaggebend dafür war die spanische Kolonialzeit. Zwischen 1517 und 1518 hatten die ersten spanischen Expeditionen mexikanischen Boden betreten. Interessant machten das neu entdeckte Land vor allem die Hochkulturen und die zahlreichen Goldgegenstände. Das damals dominierende Aztekenreich wurde letztlich durch die Spanier, in Vereinigung mit zahlreichen Indiostämmen, gestürzt.

Heftige Auseinandersetzungen hatte jedoch die Unabhängigkeitserklärung von Spanien im Jahre 1810 nach sich gezogen. Über ein Jahrzehnt dauerte der Krieg, der zur endgültigen Befreiung führte und Agustín de Iturbide als ersten Kaiser des Landes hervorbrachte. Allerdings musste dieser bereits nach einem Jahr Regentschaft infolge eines Militäraufstands abdanken.

Mexiko wurde zur Republik und verlor große Teile seines Gebietes an Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Honduras. Der Mexikanisch-Amerikanische Krieg führte zum Verlust weiterer Staatsgebiete. Nach Texas mussten 1848 auch die späteren US-Bundesstaaten Kalifornien, New Mexico, Arizona, Nevada und Colorado abgetreten werden. Später folgte die Besatzungsmacht Frankreich, die letztlich mit Hilfe der USA vertrieben wurde. Große Bedeutung für die Europäer erlangte Mexiko als Exilland während des Faschismus. Damals war Mexiko das einzige Land, das am 19. März 1938 lautstark gegen die Anektion Österreichs durch Deutschland protestierte. Konkret hatte Mexiko auf die Folgen für den Weltfrieden hingewiesen. Politisch bestimmend blieb in Mexiko bis zum Ende des 20. Jahrhunderts die Partei der Institutionalisierten Revolution.

DAS KLIMA
Von der Wüste über die Subtropen bis hin zum alpinen Klima ist für jeden etwas dabei. Im Osten und Westen des Landes erheben sich massive Gebirgszüge, wobei sich die Sierre Madre Oriental im Osten aus steil aufragenden Jura- und Kreideformationen zusammensetzt. Im Westen dagegen, besteht die Sierra Madre Occidental aus flachen, vulkanischen Decken. Vor allem bei Feriengästen bekannt ist die im Nordosten vorgelagerte Halbinsel Yucatán. Im Gegensatz zum Hochland fallen dort aufgrund der Äquatornähe die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten nur schwach aus. Im Hochland, auf über 2.000 Meter, ist es dagegen tagsüber meist angenehm warm und in der Nacht  teilweise sehr kalt.

DAS ESSEN
Die mexikanische Küche hat es in sich, ist Mexiko doch die Heimat der Chilis. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine größere Auswahl. Etwa 90 Sorten stehen zur Wahl. Wer es heiß und feurig auf dem Gaumen liebt, der muss nach Mexiko. „Richtig HOT kann für manchen europäischen Magen lebensgefährlich sein.“ Deshalb rät Honorarkonsul Emil Schustermann allen, die gerne scharf essen: „Einigen sie sich auf MEDIUM! Alles andere könnte sie über Stunden oder mehrere Tage hinweg belasten. Aber zum Essen gehört in Mexiko Chili einfach dazu.“ Zumeist wird er in Saucen verarbeitet. Am bekanntesten sind: ‚Chili Serrano‘, der für die üblichen Saucen verwendet wird, ‚Salsa Verde‘, mit einer Art grüner Tomate, sowie ‚Salsa Roja‘ mit roten Tomaten. Ansonsten zeichnet sich die mexikanische Küche hauptsächlich durch die Synthese von alt-einheimischen und spanisch-kolonialen, aber auch französischen, arabischen und karibischen Traditionen aus. Eine große Rolle spielt Mais, auf dem fast alle Gerichte basieren und dem die Azteken sogar einen eigenen Gott widmeten. Ursprünglich aus Mexiko stammen weiterhin Kakao, Vanille, Avocado, Erdnüsse und Tomaten. Das mexikanische Nationalgericht ist ‚Mole Poblano‘, ein Truthahngericht mit einer Spezialsauce aus Chili, verschiedenen Gewürzen und etwas Schokolade. Die UNESCO hat die mexikanische Küche im Oktober 2010 zum Weltkulturerbe erklärt. Die wichtigste Mahlzeit ist das Mittagessen. Abends gibt es meist nur einen kleinen Imbiss. Neben Tequila ist in Mexiko inzwischen auch Bier sehr populär. Dafür verantwortlich zeichnen Einwanderer aus Deutschland, die Brauereien eröffneten. Übrigens, Gerichte wie ‚Chili con carne‘ und ‚Nachos‘ sind keine mexikanischen Gerichte. Sie stammen aus dem heutigen Texas, das einst mexikanisches Gebiet war.

DIE WIRTSCHAFT
Wirtschaftlich gesehen zählt Mexiko ohne Zweifel zu den Ländern der Erde, die auf dem Weg nach oben sind. Dass dieser oftmals steinig und beschwerlich ist, das müssen derzeit auch die Volkswirtschaften in der EU und in den USA miterleben. Die zentrale Rolle für die mexikanische Wirtschaft nimmt der Erdölsektor ein. Die Einnahmen machen allein gut 10 % der mexikanischen Exporterlöse aus. In Zahlen ausgedrückt werden etwa 3,7 Millionen Barrel pro Tag gefördert. Da liegt es auf der Hand, dass das staatliche Erdölunternehmen PEMEX nicht nur das größte mexikanische Unternehmen ist, sondern mit rund 140.000 Mitarbeitern zugleich der größte Arbeitgeber in Lateinamerika. Neben der Öl- stellt die Automobilindustrie ein weiteres Standbein der mexikanischen Wirtschaft dar. Mehr als jeder zehnte Job hängt mit dem Automobilsektor zusammen. So betreibt der Volkswagen-Konzern, der in Mexiko bis 2003 den legendären VW Käfer produziert hat, seit 1964 in Puebla ein Fertigungswerk mit ca. 15.000 Mitarbeitern. Wichtigster Exportstaat sind mit knapp 75 Prozent die Vereinigten Staaten von Amerika. Um auch künftig im globalen Wettbewerb konkurrieren zu können, besteht eine Schulpflicht für die Primar- und Sekundarstufe. Rund ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts wird für die Ausbildung an Universitäten ausgegeben. Die größte Universität des Landes ist die ‚Universidad Nacional Autónoma de Méxiko‘ in Mexiko-Stadt. Sie hat im internationalen Bildungsranking der Times als beste spanischsprachige und lateinamerikanische Universität abgeschnitten.

DIE POLITIK
An der Spitze steht als Staatsoberhaupt der Präsident der Vereinigten Mexikanischen Staaten. Er ist zugleich Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte und ernennt das Regierungskabinett und deren Minister. Überdies ist er für die Durchsetzung der Gesetze verantwortlich und besitzt ein Vetorecht. Gewählt wird er direkt vom Volk für sechs Jahre. Die Wahlen 2006 brachten Felipe Calderón ins Amt. Für seine konservative Regierungspartei PAN tritt am 1. Juli Josefina Vázquez Mota an. Ob sie eine Chance gegen ihren männlichen Mitstreiter hat, ist offen. „Ändern wird sich nicht viel“, glaubt Emil Schustermann. „Ich hoffe, dass es in ähnlicher Form weiterläuft.“ Wirtschaftswachstum auf der einen, Drogenbekämpfung auf der anderen Seite. Es ist das bestimmende Thema an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Gerade in Hinsicht auf Drogen wird oftmals auch das Wort Drogenkrieg benutzt. Derzeit stehen ungefähr 40.000 Soldaten und 5.000 Polizisten den schätzungsweise 300.000 Angehörigen der mexikanischen Drogenkartelle gegenüber. Ein ungleicher Kampf. Dennoch gelangen den Behörden unter der Regentschaft von Präsident Calderón in den vergangenen Jahren schwere Schläge gegen die Drogenkartelle. „Es sei zu hoffen“, so Emil Schustermann, „dass die weniger als ein Promille, die für all diese Dinge verantwortlich sind, die anderen 99,9 Prozent nicht weiter schädigen.“ Fakt ist jedoch: Mexiko ist ein wichtiges Transitland für den Drogenhandel von Süd- und Zentralamerika in die USA. Unumstritten ist bis heute auch, dass die Korruption in Mexiko weit verbreitet ist. Laut „Transparency International“ werden Milliardensummen an Schmiergeldern gezahlt. Die wichtigsten Beziehungen unterhält Mexiko zu den USA, den lateinamerikanischen Ländern sowie zu den Karibikstaaten.

INSIDE SPECIALS
„So schnell wie möglich dieses Land, seine Kultur und die Menschen kennenzulernen“, ist die Empfehlung des Honorarkonsuls Emil Schustermann. Für eine Reise nach Mexiko wird ein Reisepass benötigt, der noch mindestens 6 Monate gültig ist, sowie eine Touristenkarte. Die gibt es bei den Fluggesellschaften und an den Grenzübergangsstellen. Auf die Karte sollte unbedingt Acht gegeben werden, denn sie ist bei der Ausreise vorzulegen. „Ein Magnet, nicht nur für Touristen, sondern auch für die Mexikaner selbst, ist die auf gut 2.000 Meter Höhe gelegene Hauptstadt Mexiko-Stadt“, weiß Emil Schustermann zu berichten. Jeder vierte Mexikaner lebt hier. Berücksichtigt man die frühere  Aztekenhauptstadt Tenochtitlan, dann ist Mexiko-Stadt die am längsten besiedelte Stadt in der westlichen Hemissphäre. Sie liegt an ihrem höchsten Punkt 3.937 Meter über dem Meer. „Wer diese Stadt bereist wird feststellen, dass sie wie eine große Nation wirkt. Sie ist modern und international, bietet sämtliche Kulturkreise, hat sogar eine deutsche Gemeinde sowie hervorragende Museen, allen voran das ‚Museo Nacional de Antropología y Historia‘. Ein Besuch hier ist so beeindruckend, dass sich dafür allein schon eine Reise nach Mexiko lohnt“, schwärmt Emil Schustermann. Rund 70 Kilometer entfernt findet man einen der rund 25 aktiven Vulkane. Es handelt sich um den mit 5.462 Meter zweithöchsten Berg Mexikos, den ‚Popocatépetl‘. Am Meer, konkret am Golf von Mexiko und dem Karibischen Meer, liegt die Halbinsel Yucatán, die ihren Besuchern außergewöhnlich viel bietet, wie Traumstrände mit Korallensand und zahlreiche Maya-Ruinen aus verschiedenen Epochen. Auf der Halbinsel Niederkalifornien mit ihren Bundesstaaten ‚Baja California‘ und ‚Baja California Sur‘ sowie ihren Stränden, lässt sich „Luxus der Sonderklasse erleben, von dem man immer und immer wieder gerne träumt“, so der Honorarkonsul. Vom Meer zu mehr. Pro Tag rund 27 Millionen Dollar mehr auf seinem Konto hat der reichste Mann der Welt. Es ist Carlos Slim Helú, der Sohn libanesischer Einwanderer. An seinen Konzernen kommt in Mexiko keiner vorbei. Zum Imperium gehören unter anderem die größte Telefonfirma, Kaufhäuser,  Fluggesellschaften und Autozubehörhersteller. Insgesamt wird das Vermögen des 72-Jährigen auf rund 74,0 Milliarden Dollar geschätzt („Forbes“-Liste 2011)■

Raimund Bacher

MEXIKO IN DEUTSCHLAND
In Berlin befindet sich die Botschaft der Vereinigten Mexikanischen Staaten. Des weiteren gibt es ein Generalkonsulat in Frankfurt und jeweils ein Honorarkonsulat in Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und München.

Informationen zu Reisebestimmungen und zum Tourismus unter:
http://portal.sre.gob.mx/alemania
http://www.visitmexico.com/wb2

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Posted by LINEA FUTURA

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