DA GEHT NOCH WAS – im Kino ab 12. September 2013

DA GEHT NOCH WAS – im Kino ab 12. September 2013
© 2013 Constantin Film Verleih GmbH
Conrad (Florian David Fitz) und Carl (Henry Hübchen) casten eine Haushaltshilfe

Am 12. September kommt mit DA GEHT NOCH WAS der neue Kino-Hit der Macher von „Vincent will meer“ ins Kino. Bei der gestrigen Fimpremiere im Münchner Mathäser Kino stellte das Publikum einstimmig fest: Das Kinodebüt des Regisseurs Holger Haase berührt und begeistert gleichermaßen. 

DA GEHT NOCH WAS – Ein Film, der bewegt. Der für jeden von uns ein Stück Spiegelbild bereit hält. Ein Wiedererkennen von Situationen, die sich innerhalb der Familie abspielen. Ein Wiederentdecken von Wertigkeiten. Eine brillante Inszenierung einer tragisch komischen Familiengeschichte, die mit Florian David Fitz (Conrad) und Henry Hübchen (Carl) als kauziges Vater-Sohn-Gespann perfekt besetzt wurde. Nicht zu vergessen Marius Haas in der Rolle als pubertierender Enkel. So konnten sie sich dann auch am gestrigen Abend ganz locker auf dem Roten Teppich präsentieren:

 

DA GEHT NOCH WAS handelt davon, dass man sich seine Familie nicht aussuchen kann und deshalb beschränkt Conrad (Florian David Fitz) die Besuche bei seinen Eltern auf ein absolutes Minimum. Sein Vater Carl (Henry Hübchen) ist ein mürrischer alter Knochen, der kein gutes Haar an seinem Sohn oder dessen Frau Tamara (Thekla Reuten) lässt, während Enkel Jonas (Marius Haas) die Besuche ganz pragmatisch sieht: Seine gute Laune lässt er sich von Papa bezahlen. Beim diesjährigen Geburtstagstreffen überrascht Mutter Helene (Leslie Malton) allerdings mit Neuigkeiten. Sie hat Carl nach 40 Jahren Ehe verlassen und bittet Conrad um einen Gefallen: einen Botengang ins Elternhaus – mit  ungeahnten Folgen. Denn dort versinkt Carl nicht nur in leeren Bierdosen, sondern auch in jeder Menge Selbstmitleid. Als Carl dann noch in den leeren Pool stürzt und sich dabei verletzt, müssen Conrad und Jonas notgedrungen in Conrads altem Jugendzimmer campieren. Drei Generationen unter einem Dach: Alptraum oder die Chance für einen Neuanfang?

Regisseur Holger Haase über seinen Film:
Wie entstand die Idee zu DA GEHT NOCH WAS?
Die Idee kam mir vor ungefähr drei Jahren, das hatte familiäre Gründe. Ich dachte mir, ein super Thema: ein Typ, dessen Eltern auf die Siebzig zusteuern und sich plötzlich trennen. Und man denkt sich, wie bitte? Warum denn jetzt? Und dieser Typ wird auf einmal gezwungen, sich mit seinen Eltern auseinander zu setzen und eine neue Funktion zu übernehmen: quasi, Eltern der Eltern zu sein. Daraufhin habe ich einen Autor angesprochen, wir haben ein Jahr lang eine erste Fassung entwickelt und sind damit zu Olga Film gegangen.

Von was handelt DA GEHT NOCH WAS?
Der Film dreht sich um die Familie. Beziehungsweise darum, dass man sich seine Familie nicht aussuchen kann. Im Rahmen der Geschichte wird Conrad damit konfrontiert, dass sich seine Eltern getrennt haben und seine Mutter neu verliebt ist. Das ist eine Situation, in der man nicht mehr das Kind ist. Es tritt ein Phänomen auf, das sich keiner wünscht: dass diese Festung Eltern nicht mehr existiert. Plötzlich triffst Du sie auf Augenhöhe und merkst, die haben die gleichen Probleme, sie verlieben sich und haben sogar Sex. Da entstehen Bilder im Kopf, die man nie haben wollte!

… der Moment, in dem man endgültig erwachsen ist?
Spätestens wenn man sich damit auseinandersetzen muss. Für Conrad ist das eine ganz spezielle Situation, da er überhaupt keinen Bezug zu seinen Eltern hatte und sie für ihn zum Pflichttermin geworden sind. Umso schlimmer für ihn, dass er jetzt hier festsitzt. Das ist eigentlich das Schlimmste, was dieser Figur passieren kann, dass er in einem Haus mit seinem Vater sitzt.

Ein Thema, zu dem wirklich jeder etwas beisteuern kann…
In der Tat. Das ist ein Thema, zu dem sich auch jeder im Team, sei es Schauspieler, Szenenbildner, Kameramann, äußert und einen großen Erfahrungsschatz mitbringt. Das ist Segen und Fluch zugleich. Man kann natürlich nicht alles im Film verwenden, aber es gibt einige Szenen, die wir aus Erfahrungsberichten übernommen haben. Das stammt nicht alles aus den Erfahrungen mit meinen Eltern – außer der Baumkuchen, den gab es so wirklich.

Für was steht der Baumkuchen?
Die Schränke meines Vaters waren voller Baumkuchen. Und mein Vater meinte, ist doch nahrhaft und gesund (lacht). Das war im Übergang zur Trotzphase. Eine Trennung im Alter ist auch nicht anders als mit zwanzig oder dreißig Jahren. Der Verlassene lebt erst mal seine Trotzphase aus und lebt so wie es ihm passt, ohne dass ihm jemand reinquatschen kann.
Auf der anderen Seite ist die Entscheidung, sich im fortgeschrittenen Alter zu trennen, sehr weit reichend. Denn – machen wir uns nichts vor – sich einfach neu zu verlieben in dem Alter, mit den Ansprüchen die man an das gemeinsame Leben und den Anderen hat, ist gar nicht so einfach meines Erachtens.
Helene möchte das Leben einfach genießen und mit Arno findet sich das Sinnbild für Lebensgenuss. Einer, der italienisch kocht – auch wenn das früher überhaupt nicht ihr Ding war – er ist nett, er sieht sie und er behandelt sie gut. Den Partner wirklich sehen ist, denke ich, ein Punkt, an dem viele Beziehungen kranken. Nach einigen Jahren Ehe, vielleicht mit Kindern, wird man zwangsläufig zum Team. Und wenn man darüber vergisst, ein Liebespaar zu sein, dann landet man wahrscheinlich dort, wo Carl und Helene gelandet sind. Den gleichen Fehler macht Conrad übrigens auch. Er denkt, wenn ich das Haus gebaut habe, sind wir endlich eine Familie. Das ist die wichtigste Botschaft des Films: Das Leben ist jetzt. Nicht in fünf Jahren, wenn das Haus fertig ist oder in zehn Jahren wenn der Bausparkredit aufgelöst ist.

Der Film als Therapie?
Klar hat der Film auch einen therapeutischen Ansatz (lacht). Trotzdem war es mir sehr wichtig, die Geschichte lustig zu erzählen. Es ist ein drei Generationen-Film, wir haben die Großeltern, wir haben die Eltern und wir haben

den Enkel. Und alle durchleben die Liebe in verschiedenen Stadien. Wir haben die erste Liebe, wir haben die laufende Beziehung und die Beziehung, die gescheitert ist und vielleicht noch einmal eine Chance erhält.

Hauptdarsteller Florian David Fitz wird DA GEHT NOCH WAS von morgen an persönlich in 17 deutschen Städten vorstellen, darunter Frankfurt, Köln, Berlin und Hamburg.

In weiteren Rollen: Leslie Malton, Thekla Reuten, Jamie Bick u. v. a.

www.dagehtnochwas-film.de

 

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Posted by LINEA FUTURA

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